So schnell erholt man sich tatsächlich nach einer LASIK-Behandlung

Es gibt viele Gründe, warum man sich bisher noch nicht dazu durchringen konnte, eine Augenlaserbehandlung durchzuführen: Nicht genug Zeit für lange Regenerationsphasen, Angst vor Schmerzen oder Nebenwirkungen und die Panik, dass man lange Zeit nichts sehen kann. Wer sich für eine LASIK-Behandlung entscheiden sollte, wird schnell merken, dass all diese Bedenken grundlos waren und ein Leben ohne Sehhilfe in gar nicht allzu weiter Ferne ist.

Kurze Behandlungsdauer

In Zeiten, in denen der Alltag immer stressiger wird, überlegt man ganz genau, wie viel Zeit man für Operationen, die eigentlich nicht notwendig sind, aufwenden möchte. Der Traum von einem Leben ohne Sehhilfe ist schneller zu erfüllen als so manch einer denkt. Nur wenige Minuten dauert eine LASIK-Behandlung, die die Kurz- und Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung gänzlich korrigiert. Sogar auf eine Vollnarkose wird verzichtet, da das Auge mit bestimmten Augentropfen lokal betäubt wird. So verkürzt sich die Regenerationszeit immens. Einen Tag nach der Behandlung kann man in der Regel wieder am Straßenverkehr teilnehmen.

Ablauf der LASIK-Behandlung

Eine Laserbehandlung am Auge ist minimal invasiv. Durch einen Flap, ein kleiner Schnitt in die obere Schicht der Hornhaut, gelangt man an die Schicht, die man Stroma nennt. Dafür wird die Hornhaut an der Schnittstelle hochgeklappt. Die Stroma wird während einer LASIK-Behandlung mit einem Excimer-Laser behandelt, der kleinste Unebenheiten und Augenbewegungen mithilfe eines Eye-Trackers auskorrigieren kann.

Wenn die Hornhaut so modelliert wurde, dass die Fehlsichtigkeit behoben werden konnte, wird der Hornhautdeckel wieder zurückgeklappt. Auf diese Weise dient er als natürliches Wundpflaster und sorgt dafür, dass keine Bakterien an die behandelte Augenpartie gelangen. In der Regel wächst der Flap nach nur wenigen Stunden nach der Behandlung wieder an. So beschränkt sich der Heilungsprozess auf ein Minimum, da das Risiko einer Infektion sehr gering ist und es keine Narbe mit Nähten gibt, die verheilen muss.  

Einhaltung des Tropfplans

Auch wenn der Eingriff denkbar unkompliziert ist, muss man sich nach der Behandlung an gewisse ärztliche Anweisungen halten. Der behandelnde Arzt stellt für LASIK-Patienten einen individuellen Tropfplan zusammen. Dieser muss unbedingt eingehalten werden, um einen komplikationslosen Heilungsverlauf zu fördern.

Ab wann kann man was nach einer LASIK-Behandlung?

Doch wann ist man nun wieder voll einsatzbereit und kann sich den alltäglichen Aufgaben wieder ohne Einschränkungen widmen? Der Großteil der Patienten, die eine Laserbehandlung haben durchführen lassen, können bereits nach einem Tag wieder am Straßenverkehr teilnehmen. Da der Heilungsprozess individuell verläuft, sollte man sich, wenn möglich, ein paar Tage von der Arbeit beurlauben lassen, damit man ganz sicher sein kann, dass man wieder ohne Probleme sehen kann und sich von der Behandlung erholt hat.

Jedes Auge ist einmalig, wie ein Fingerabdruck und der Heilungsverlauf dementsprechend unterschiedlich. Das Ziel mit einer Augenlaser-Korrektur ist, dass der Patient nach der Operation mindestens so gut sieht wie mit Brille oder Kontaktlinsen. Wird eine Korrektur mit der Wavefront (Wellenfront) Technologie zusammen durchgeführt, sehen die Patienten in der Regel besser, als mit der Brille oder den Kontaktlinsen.

Nach einer Augenlaser Behandlung kann es sein, dass die Patienten in den ersten Tagen oder Wochen etwas milchig sehen. Erweiterte Pupillen und die Tropfen mit Kortison und Antibiotika spielen dabei auch eine Rolle. Auch wenn die 100% klare Sehschärfe direkt nach der Augenlaser-Operation noch nicht gegeben ist, sind fast alle Patienten direkt nach der Operation wieder alltagstauglich.

Das wichtigste ist, dass man sich an die wenigen Vorgaben der behandelnden Augenklinik strickt hält. Nach einer LASIK-Behandlung sollten die Patienten ca. drei bis vier Wochen lang nicht schwimmen gehen und keine Sauna oder Dampfbad besuchen. Außerdem sollten die Augen eine Woche lang nicht gerieben werden. Mit Krafttraining und allen Kontaktsportarten am besten min. ebenso lang pausieren.

Frauen sollten eine Woche lang auf Makeup verzichten. Bei einem problemlosen Heilungsverlauf sollte man aber bereits nach einem Tag keine große Sehbeeinträchtigung mehr wahrnehmen und bei Kräften sein. So kann man direkt aus der Augenklinik in ein neues Leben ohne Sehhilfe starten und sich an seiner neuen Sehstärke in allen alltäglichen Herausforderungen erfreuen. Jedem sollte aber bewusst sein, dass die Heilungsphase bei jedem Patienten sehr unterschiedlich verläuft und Vergleiche somit nicht möglich sind. Am besten ist es, wenn die Patienten nach einer LASIK-Operation die Augen nicht miteinander vergleichen und immer wie vor der Augenlaser-Behandlung mit den beiden Augen Stereo sehen.

Es ist sehr hilfreich, wenn man nach der Augenlaser Operation nicht verkrampft,, Positiv denkt, viel künstliche Tränenflüssigkeit benutz und das neue Leben OHNE Brille und Kontaktlinsen bewusst in vollen Zügen genießt.


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